Da sitze ich mal wieder auf der Manly Ferry in die City von Sydney, den Laptop auf meinem Schoss und schreibe einen Blogeintrag.
Ein komisches Gefuehl ist das gerade. dreieinhalb Stunden noch bis zum Abflug.
Ahso, die meisten wissen es ja noch garnicht.
In dreieinhalb stunden geht mein Flug nach Frankfurt. Es liegen also 24h voll kalter, trockener Klimaanlagenflugzeugluft, atemberaubenden Anblicken, ein unbekannter Airport in Abu Dabi und viele Stunden ungemuetlichen Schlafes vor mir. Aber da ist auch die Vorfreude auf die ganzen Leute in Good old cold Germany. Als erstes bleibe ich ein paar Tage bei Vincent, Sanni und Elbi. Dann gehts weiter zu Putu und danach fahr ich wahrscheinlich hoch in den Norden.
Ich freu mich schon drauf mein Ohr an den runden Bauch von Putu zu halten und das Klopfen des kleinen Herzens zu suchen.
Freu mich drauf den Balkon in der Kronberger Strasse zu sehen und mich spaeter mit Vincent in den Park zu setzen.
Freu mich drauf den baldigen Fruehling an den Eichen in Ottersberg zu sehen und die satte Luft einzuatmen.
Freu mich auf die WG und ihre Konsorten, auf Abende mit Gitarre, Wein und Gesang mit Moritz und auf die neue Wohnung von Malle und Lovis in Bremen. Freu mich drauf Julia kennen zu lernen und mit Malle auf der Dachterrase bei 8 Grad und blauem Himmel einen Cappuchino zu trinken.
Auf leckeres Essen bei Papi, eine schwanzwedelnde Lulu bei Mami, auf einen lachenden Ralph und eine sich freuende Mami.
Auf die Landluft in Cluevo und die LKWs, die Tag und Nacht durch den Kreisel in Ottersberg donnern. Auf die Musik, die mich ein halbes Jahr lang immer an die schoene Kueche in der Villa Amalfi erinnert hat und auf heisse Kickermatches im Flur.
Freu mich auf meine rote BMW, veroelte Schrauben und Benzingeruch, auf Kurven und Alleen, Seen und Waelder. Freu mich drauf mit einem Laecheln auf den Lippen durch den Regen zu schlendern und mein wunderschoenes Leben zu geniessen.
Und ich freue mich noch auf soo vieles mehr, ich koennte Stundenlang weiter tippen.
Oh ja, wenn ich so drueber nachdenke freue ich mich auf soo vieles.
Jetzt hat die Faehre gerade ihren Motor abgestellt und treibt nun die letzten Meter bis zum Pier. Wenn ich links aus dem Fenster schaue sehe ich die Oper, den botanischen Garten und dahinter die Skyline der Stadt. Wenn ich rechts aus dem Fenster schaue sehe ich die Harbourbridge, die vielen Villan am Ufer des Sydney Harbour und die anderen Faehren die neben uns fahren und gleich auch anlegen und die vielen Menschen auf ihre Wege zu entlassen.
Mein Weg liegt auch vor mir.
Ach und fast haette ichs vergessen: Ich freu mich drauf!!
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